Gebetswoche 2017

Eröffnungsgottesdienst der Gebetsallianz

Unter großer Beteiligung von mehr als 1000 Christen fand am Sonntag, den 15. Januar der gemeinsame Gottesdienst der Allianz-Gemeinden von Pforzheim im CCP als Auftakt der Allianz-Gebetswoche statt. Ansgar Hörsting, Präses des Bundes der Freien evangelischen Gemeinden sprach in seiner Predigt über Johannes 14,6 und beleuchtete die Aussage „Christus allein – der einzige Weg“. In klarer Eindeutigkeit zeigte er auf, dass der Mensch nur über Jesus Christus zu Gott kommen kann. Das sei schon von Anfang an für Nichtchristen eine Provokation gewesen. Er rief dazu auf, klar und eindeutig den Glauben an Jesus Christus zu bekennen. Seit 2015 wird die Allianzgebetswoche in Pforzheim mit einem gemeinsamen Gottesdienst aller Gemeinden am Vormittag eröffnet. Inzwischen musste der große Saal des Congress-Centrums angemietet werden, damit alle Besucher einen Platz finden konnten. Für die Kinder gab es einen eigenen Gottesdienst und für die Eltern mit kleinen Kindern stand ein Raum, in den der Gottesdienst übertragen wurde, zur Verfügung. Katha Kreeb Dezernentin für Familie, Bildung und Soziales im Enzkreis sprach ein Grußwort und nannte Gebetsanliegen. In der anschließenden Gebetszeit wurde dies aufgegriffen und u.a. auch für die am selben Tage stattfindende Nahostkonferenz von 70 Außenministern in Paris gebetet. Im Foyer hatten etliche christliche Werke Stände aufgebaut, an den auch Unterschriften für einen Brief an den Präsidenten des Sudan gesammelt wurden, damit vier im Sudan inhaftierte Christen freigelassen werden. Es handelt sich um die in idea-spektrum als Gefangene des Monats Dezember 2016 benannten Personen. Musikalisch getragen wurde der Gottesdienst vom Musikteam der Pforzheimer Stadtmission unter der Leitung von Jan Wörner. Die Moderation teilten sich Dorothee Erlbruch und Reinhard Klein von Hilfe zum Leben, Michael Göhring von der Ecclesia-Gemeinde und Uli Limpf von der Pforzheimer Stadtmission. Bis zum 20. Januar 2017 wurde zu verschiedenen Gebetsabenden in der Stadt eingeladen. Den Abschluß bildete ein Jugendgebetsabend.

Reinhard Klein

Vorsitzender Ev. Allianz Pforzheim

 

Allianzgebetswoche gut besucht.

Am Montag kamen gut 100 Besucher in die Ecclesia-Gemeinde, um miteinander zu singen und zu beten. Da alle Allianzgemeinden unterschiedlich geprägt sind, spiegelte sich dies auch im Liedgut und dem Ablauf der Abende wieder. Am Dienstagnachmittag trafen sich vorwiegend 75 Senioren in der Pforzheimer Stadtmission und hatten Gemeinschaft miteinander. Am Mittwoch war zum Gottesdienst in die Gemeinde Gottes nach Büchenbronn eingeladen geworden. Zum nächsten Gebetsabend kamen zum Missionswerk Strahlen der Freude ca. 280 Personen und erlebten dort eine intensive Lobpreis- und Anbetungszeit. Den Abschluss bildete der Jugendgebetsabend in der Christusgemeinde. Dort versammelten sich ca. 140 junge Leute.

Reinhard Klein

Vorsitzender Ev. Allianz Pforzheim

 

Bericht zur Unterschriftensammlung

Als „Gefangene des Monats Dezember 2016“ hatten die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGMF) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea vier im Sudan inhaftierte Christen benannt. Die beiden Werke haben dazu aufgerufen, sich für die Betroffenen einzusetzen. Es handelt sich um zwei sudanesische Pastoren, einen vom Islam zum Christentum übergetretenen Menschenrechtler sowie einen tschechischen Missionar und Filmemacher. Dieser hatte versucht, einen Film über Christenverfolgung zu drehen. Die vier Inhaftierten müssen sich derzeit vor Gericht verantworten. Ihnen wird u.a. Spionage, Verbreitung falscher Nachrichten und Diffamierung des Staates vorgeworfen. Die Beschuldigten hatten sich für einen vom Islam konvertierten Sudanesen eingesetzt. Auf ihn wurde wegen des Übertritts bereits 2013 ein Brandanschlag verübt, bei dem er schwere Verletzungen erlitt und ist deshalb jetzt dauerhaft pflegebedürftig.

Menschenrechtlern zufolge sind die Vorwürfe gegen die Beschuldigten konstruiert, um die christliche Minderheit zu kriminalisieren. Ihnen droht u.U. die Todesstrafe. Der Sudan hatte vor 30 Jahren den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ratifiziert und sich somit verpflichtet, auf die Wahrung der Rechte auf Religionsfreiheit zu achten.

Im Rahmen der Gebetswoche der Evangelischen Allianz Pforzheim wurden Unterschriften gesammelt zur Freilassung der vier Männer.

In einem Brief an den sudanesischen Staatspräsidenten Umar Hassan Ahmad al-Bashir wies der Vorsitzende der Evangelischen Allianz Pforzheim, Reinhard Klein, darauf hin, dass es in Deutschland ein überwiegend gutes Miteinander von Christen und Menschen anderer Religionen gibt. Gerade auch in Pforzheim würden sich Christen um die hierher gekommenen Menschen auch aus seinem Land kümmern, egal welcher Religion sie angehören. Weiter heißt es dort: „Umso mehr bedrückt es uns, jetzt zu erfahren, dass gegen die oben Genannten in Ihrem Land inhaftierten vier Personen die Todesstrafe verhängt werden könnte.“ Mit einem Verweis auf die gesammelten 601 Unterschriften schreibt Klein weiter: „In der Hoffnung auf Ihre Unterstützung zur Freilassung der Inhaftierten verbleiben wir mit freundlichen Grüßen.“ Abschriften des Briefes mit den kopierten Unterschriftenlisten erhalten Außenminister Steinmeier und der Fraktionsvorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion Volker Kauder mit der Bitte um Unterstützung.

Reinhard Klein

Vorsitzender Ev. Allianz Pforzheim

 

 

Schreiben der Evangelischen Allianz Pforzheim an den Präsidenten des Sudans
Präsident_Sudan_Jan17_U1.pdf
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